Internationale Presseschau
21.10.2013

Shanghai verbannt Kohle

depositphotos, Eric Isselée
Smog gehört in Shanghai zum gewohnten Bild

Chinas Metropole Shanghai will mit dem Clean Air Action Plan den Smog aus der Stadt vertreiben. Um 20 Prozent soll die Luftverschmutzung in den kommenden vier Jahren sinken. Dabei geht es zuallererst der Kohleverfeuerung an den Kragen.

Der Dauersmog gehört ebenso zu Shanghai wie die imposante Skyline. Die Regierung der Millionenmetropole möchte dies nun ändern. Dazu erließen die Stadtoberen nun einen Clean Air Action Plan. Bis 2017 soll die Luftverschmutzung laut Plan um 20 Prozent sinken, wie China Daily berichtet. Dazu müssen Energiewirtschaft, Industrie und Verkehr ebenso beitragen wie Bau- und Landwirtschaft. 

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Eine der vorrangigen Schritte ist das Verbot der Kohleverbrennung zur Strom- und Wärmegewinnung, erklärt Wu Qizhou, Vizedirektor der Shanghaier Umweltschutzbehörde. 2.500 Heizkessel und 300 industrielle Öfen gehen außer Dienst oder sollen ab spätestens 2015 mit sauberen Energien weiter betrieben werden. Ab 2017 darf laut Plan in der 24-Millionen-Metropole überhaupt keine Kohle mehr in dezentralen Anlagen verfeuert werden. Stattdessen möchte die Stadt auf Erdgas, Wind- und Sonnenenergie umstellen. 

Im Industriesektor wollen die Shanghaier Behörden den Ausstoß von Treibhausgasen stärker kontrollieren und die Auflagen für die Unternehmen anheben. Die Shanghaier Wirtschaftskommission arbeitet demnach an einer Liste, auf der steht, welche Industrien gefördert, welche reguliert und welche aufgelöst werden sollen. „Projekte aus den Gebieten Baustoffe, Verkoksung und Nicht-Eisenmetalle, die hohe Verschmutzung verursachen, werden verboten“, sagte Ma Jing, Chefingenieur in der Kommission.

 

Redaktion
Keywords:
Energiepolitik | Klimawandel | Internationale Presseschau | Shanghai | China
Ressorts:
Governance

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