Russland
09.10.2013

Putin entdeckt die Erneuerbaren

depositphotos.com/Elena Yakusheva
Der Kreml entdeckt die Vorteile nicht-fossiler Quellen

Die russische Regierung fördert erstmals Solar- und Windenergieanlagen mit einer Leistung von über 500 Megawatt. Geplant waren über 1.800 Megawatt, was jedoch an strengen Regeln für die lokale Wertschöpfung und einer noch schwachen Erneuerbaren-Industrie in Russland scheiterte.

39 Unternehmen kommen nach der aktuellen Ausschreibung nun in den Genuss einer Förderung für den Ausbau erneuerbarer Energien, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Insgesamt sollen nach der ersten Ausschreibung 504 Megawatt (MW) aus Solar- und Windenergie installiert werden. Photovoltaik-Projekte machen dabei den größten Teil aus, mit einer geplanten Leistung von 399 MW.

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Laut Bloomberg war dabei sogar wesentlich mehr Leistung ausgeschrieben, bei der Solarenergie 710 MW und an Windkraft sogar 1.100 MW. Den Zuschlag erhielten somit weniger als ein Drittel der Projekte. Eine weitere Erklärung dafür könnte sein, das für die staatlichen Gelder eine lokale Wertschöpfung von mindestens 50 Prozent Bedingung ist. Vor allem in der Windbranche sei jedoch der Anteil lokaler Unternehmen gering, sagt der Chef des russischen Solarverbands Anton Usachev. 

Für die Pläne des Kreml ist das ein Problem. Bis zum Jahr 2020 möchte der russische Präsident Wladimir Putin mit einem neuen Subventionsprogramm den Anteil erneuerbarer Energien von derzeit 0,8 Prozent auf 2,5 Prozent steigern. Das soll Treibhausgase aus Öl, Gas und Kohle reduzieren.

Der Termin der kommenden Ausschreibung für Erneuerbaren-Projekte ist auf den Juni 2014 festgesetzt. Dann sollen weitere 1.645 MW Wind- und 496 MW Solarenergie dazukommen.

Daniel Zugehör
Keywords:
Russland | Solarenergie | Windenergie | Subventionen | Kreml | Internationale Presseschau
Ressorts:
Finance | Governance | Markets

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