Windenergie
02.12.2016

KfW finanziert ägyptischen 200-MW-Windpark

Foto: Wikipedia / Nasa
Der Golf von Sues (Bildmitte) liegt am nördlichen Ende des Roten Meeres und mündet in den Sueskanal.

Kairo hat sich europäische Zuschüsse für ein großes Windprojekt am Roten Meer gesichert. Auch Siemens ist in der Region aktiv.

 

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Eine gute Autostunde vom Badeort Hurghada entsteht am Roten Meer einer von Ägyptens größten Windparks. Ein Konsortium aus EU-Kommission und europäischen Entwicklungsbanken hat nun eine Finanzierungsvereinbarung für das Projekt „Golf von Sues“ unterzeichnet, wie die deutsche Staatsbank KfW am Freitag mitteilte.

"Die Engpässe in der Energieversorgung Ägyptens sind erheblich. Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums sind Investitionen in die Stromversorgung zur Sicherstellung der Energieversorgung dringend vonnöten und für die Stabilität des Mittelmeerstaats wichtige Voraussetzungen", sagt Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

 

Siemens liefert 600 Turbinen in die Region

Der Windpark soll eine Leistung zwischen 200 und 250 Megawatt (MW) haben und damit aus etwa 100 Turbinen bestehen. Anfang 2017 sollen die Windräder ausgeschrieben werden, sagte eine KfW-Sprecherin zu bizz energy. In der Nähe hat die Bank bereits den 200-MW-Park "Golf von El Zayt" finanziert. Das neue Projekt kostet insgesamt 340 Millionen Euro, Finanzierungspartner sind neben Kommission und KfW auch die Europäische Investitionsbank (EIB) sowie die Agence Française de Développement (AfD).

Ägypten will nicht nur die Stromversorgung für seine wachsende Bevölkerung sichern, sondern bis 2022 auch ein Fünftel seines Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. Im vergangenen Jahr hatte Siemens einen Acht-Milliarden-Euro-Deal für Gaskraftwerke und Windparks in Ägypten unterzeichnet. Die Deutschen sollen 600 Turbinen für Projekte mit insgesamt 2.000 MW am Golf von Sues und in der Nilregion liefern.

Manuel Berkel
Keywords:
KfW | Siemens | Windenergie | Ägypten
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