Internationale Presseschau
04.09.2013

Inflation trifft Indiens Windindustrie

Suzlon

Wegen der schwachen Rupie müssen die Hersteller die Preise erhöhen. Der Ausbau der Windenergie im Land gerät bereits ins Stocken.

Allein im August fiel der Kurs der Rupie im Vergleich zum US-Dollar um über acht Prozent, so stark wie seit über 20 Jahren nicht mehr, berichtet Renewable Energy World. Insgesamt rutschte die indische Währung in diesem Jahr bereits um 17 Prozent ab. Mit der schwachen Rupie steigen für die Windenergieunternehmen die Finanzierungs- und Importkosten. 

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„Eine schnell fallende Rupie wirkt sich auf das Vertrauen der Investoren in die indische Wirtschaft aus und betrifft auch unsere eigenen Expansionspläne“, sagte Mahesh Makhija, Erneuerbaren-Chef des größten Windpark-Betreibers in Indien, der chinesischen CLP Holding. Wegen der Inflation hätten Turbinenhersteller wie Suzlon Preise erhöht. Auch der spanische Hersteller Gamesa lässt in Indien fertigen und hat mit den Folgen der Inflation zu kämpfen.

Erst im vergangenen Monat hatte die Regierung einen finanziellen Anreiz für die Windindustrie wieder eingeführt. Dehli vergütet den engespeisten Strom aus der Windenergie seitdem mit 500 Rupie pro Megawattstunde (5,70 Euro). Vorausgegangen war ein Installationsrückgang von 42 Prozent innerhalb von zwölf Monaten.

Indien möchte seine Kapazitäten für Ökostrom bis 2017 auf 57 Gigawatt verdoppeln. Für dieses Jahr erwartet das Land einen Zubau bei der Windenergie von knapp über zwei Gigawatt. Zum Vergleich: In Deutschland sollen im gleichen Zeitraum drei Gigawatt an Windenergie neu ans Netz gehen.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Internationalen Presseschau.

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Daniel Seeger
Keywords:
Indien | Suzlon | Windenergie | Projektfinanzierung | CLP Holding
Ressorts:
Governance | Markets

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