Internationale Presseschau
07.10.2013

Eingefrorene Strompreise schlagen auf der Insel Wellen

depositphotos, urmoments

In Großbritannien streiten die sechs großen Energiekonzerne mit der Labour-Partei. Grund sind die Pläne von Parteichef Ed Miliband, nach einem Wahlsieg im Jahr 2015 die Strompreise einzufrieren.

Vor wenigen Tagen hatte Labour-Chef Ed Miliband angekündigt, im Falle eines Wahlsieges die Energiepreise 20 Monate „einfrieren“ zu wollen und so die Kosten der Privathaushalte zu begrenzen. Nun bringen sich die Versorger, zu denen auch die britischen Ableger der deutschen Energiekonzerne Eon und RWE gehören, in Stellung, schreibt der Londoner Guardian.  

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Allerdings agieren sie dabei vor allem hinter den Kulissen. Es wäre ein großer Fehler, gegen die Pläne offen eine Kampagne zu führen, verriet laut Guardian der Berater einer der sechs Versorger. „Sie würden dabei noch mehr als Bösewichter wirken, als sie es ohnehin schon tun.“ Stattdessen werden die Versorger im Stillen alles unternehmen – unterstützt etwa vom Presseimperium eines Rupert Murdoch –, um eine Labour-Regierung zu verhindern, sagte der Insider. 

Protest regt sich aber auch in aller Öffentlichkeit. In einem offenen Brief warnte Keith Anderson, CEO von Scottish-Power Renewables, vor einem Ausbleiben von Investitionen durch eingefrorene Energiepreise. „In den kommenden zehn Jahren müssen wir 110 Milliarden Pfund investieren“, sagte Angela Knight, Chefin des Branchenverbandes Energy UK. Nur so blieben in Großbritannien die Lichter an, die Häuser warm und die Industrie wettbewerbsfähig.

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Daniel Seeger
Keywords:
Ed Miliband | Großbritannien | Energiepolitik | Eon | RWE | Scottish-Power | Internationale Presseschau
Ressorts:
Governance

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