Renewables
05.01.2017

China will 343 Milliarden Euro in Erneuerbare investieren

Foto: Istockphotos/XiXinXing
Peking nimmt für den Zubau von Grünstromkraftwerken Milliarden in die Hand.

Staatspräsident Xi Jinping setzt damit seinen Klimaschutzkurs fort. In diesem Jahr soll auch der nationale Emissionshandel anlaufen.

 

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China treibt den Ausbau der Erneuerbaren weiter voran. 343 Milliarden Euro (2,5 Billionen Yuan) will die Regierung in den kommenden fünf Jahren in den Zubau von Grünstromanlagen stecken, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag aus einem Dokument der Nationalen Energieagentur (NEA). Die Grünstromoffensive soll demnach bis 2020 rund 13 Millionen neue Jobs schaffen.

Zu den Renewables zählt Chinas Staatschef Xi Jinping allerdings auch die Kernkraft. Details darüber, welche Anteile der umgerechnet jährlich knapp 70 Milliarden Euro jeweils in Solar-, Wind-, Wasser- oder Atomkraft investiert werden sollen, gab die Behörde nicht bekannt.

Aus dem im vergangenen Monat von der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission vorgelegten eigenen Fünf-Jahres-Plan geht jedoch hervor, dass ein Großteil des Geldes der Solarbranche zu Gute kommen könnte: rund 138 Milliarden Euro (eine Billion Yuan). Nach Einschätzungen von Experten entspricht das einem Zubau von etwa 1.000 großen Solarkraftwerken.

 

Großstädte verschwinden in Smog-Wolke

Mit der Ankündigung setzt Staatspräsident Xi Jinping seinen Klimaschutzkurs im eigenen Land fort. Die Regierung in Peking gerät wegen der schlechten Luftqualität in den Großstädten im Norden und Osten des Landes zunehmend unter Druck. Die von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwerte bei der Feinstaubbelastung werden teilweise um das 500-Fache überschritten. Allein um den Jahreswechsel lösten mehr als 20 Städte die höchste Smog-Alarmstufe aus.

Die schlechte Luftqualität dürfte einer der Haupttreiber für Chinas Engagement beim Klimaschutz sein – nicht nur beim Zubau emissionsfreier Energiequellen. In diesem Jahr läuft auch der landesweite Emissionshandel an, der weltweit größte Markt für CO2-Verschmutzungsrechte.

Nichtsdestotrotz wird China auf absehbare Zeit der größte Kohleverbraucher weltweit bleiben. Auch 2020 wird der Anteil der Erneuerbaren erst bei 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs liegen, prognostiziert die NEA.  

Jana Kugoth
Keywords:
China | Erneuerbare | Investitionen | Solar | Emissionshandel
Ressorts:
Finance | Governance

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