Internationale Presseschau
17.10.2013

Australiens Industrieminister will Energiemarkt liberalisieren

depositphotos, kummeleon

Nach dem Willen des australischen Industrieministers Ian Macfarlane sollen die Bundesstaaten ihren Strom- und Gassektor stärker liberalisieren. Neben der geplanten Abschaffung der CO2-Steuer ist dies ein weiter Schritt der neuen Regierung, um die Energiekosten zu senken und den Wettbewerb zu erhöhen.

Der liberale Industrieminister Ian Macfarlane mahnt von den australischen Bundesstaaten weitere Schritte an, um für Wirtschaft und Verbraucher die Energiekosten zu senken. Es gäbe weit mehr Möglichkeiten, als nur die Steuer für Kohlendioxid abzuschaffen, sagte der Minister laut Financial Review am Donnerstag auf einer Energiekonferenz in Brisbane.

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Zusammen mit den Bundesstaaten möchte Minister Macfarlane im Council of Australian Governments den Energiemarkt des Landes reformieren. Er will die Märkte weiter deregulieren und den Wettbewerb erhöhen. Deregulierte Strompreise verbessern die Produktivität des Marktes, glaubt der Minister. Bestes Beispiel seien die Bundesstaaten Victoria und South Australia, in Queensland hingegen gestalte sich die Privatisierung in der Stromerzeugung politisch als schwierig. 

Schon die abgewählte Labour-Regierung – deren CO2-Steuer im Visier der neuen Regierung um Tony Abbott steht – hatte die australischen Bundesstaaten dafür kritisiert, mit einem übertriebenen Netzausbau die Energiepreise hochgetrieben zu haben. 

Von der neuen Regierung profitieren in Australien vor allem Förderkonzerne und die Betreiber konventioneller Kraftwerke. Für die erneuerbaren Energien könnte die Wahl des Konservativen Tony Abbott dagegen ein Rückschritt sein.

 

Daniel Seeger
Keywords:
Australien | Tony Abbott | Ian Macfarlane | Energiepolitik | Internationale Presseschau
Ressorts:
Governance

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