BIZZ-Exklusiv
04.06.2014

„Es braucht deutlich mehr Fahrzeuge“

Shell; Titelbild: depositphotos
Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung von Shell Deutschland

Welche Chancen hat die Erdgasmobilität? So lautete im Mai die Frage des Monats von BIZZ energy today. Für Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung von Shell Deutschland, sind Fahrzeuge mit Gasantrieb noch zu selten.

Erdgasantriebe sind auf dem Vormarsch. Gab es im Jahre 2000 weltweit nur 1,2 Millionen Erdgasfahrzeuge, sind es heute rund 18 Millionen – bis 2020 könnten es sogar 60 Millionen Erdgasfahrzeuge sein.

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Erdgas ist reichlich vorhanden; die Reichweite der globalen Erdgasressourcen wird auf über 230 Jahre geschätzt. Erdgas ist sauber. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen 25 Prozent weniger CO2 als bei Benzin und Diesel und deutlich weniger Luftschadstoffe. Beides wirkt sich positiv auf Klima und Luftqualität aus. Erdgas kann komprimiert oder bei minus 161 Grad Celsius verflüssigt werden. Komprimiertes Erdgas (CNG) kann von Pkw und Lkw genutzt werden, verflüssigtes Erdgas (LNG) kommt für Lkw sowie für die Schifffahrt infrage. Zudem kann flüssiger synthetischer Diesel (Gas-to-liquids) aus Erdgas hergestellt werden. Derzeit gibt es in Deutschland rund 100.000 Erdgasfahrzeuge und gut 900 Erdgastankstellen. Shell betreibt hierzulande knapp 60 Erdgastankstellen.

Damit sich Erdgas stärker durchsetzt, braucht es jedoch deutlich mehr Fahrzeuge. Shell setzt, vor allem im erdgasreichen Nordamerika, auf LNG für schwere Lkw sowie auf synthetischen Diesel für Flottenbetriebe. Und Shell ist ein weltweit führender Nutzer und Anbieter von verflüssigtem Erdgas als Treibstoff für die Schifffahrt.

 
Peter Blauwhoff
Keywords:
Peter Blauwhoff | Shell | Total | BIZZ-Exklusiv | Erdgas | Erdgasauto
Ressorts:
Technology | Markets | Community

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